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Ein Hoch auf die guten Vorsätze!

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Wer spricht Anfang Mai noch über gute Vorsätze? Ist das nicht "Schnee von gestern", vom Jahresbeginn? Haben wir seither mehr Sport getrieben, uns gesünder ernährt, unsere Beziehungen besser gepflegt,....? Oder sind wir mal wieder von uns enttäuscht und nehmen uns vor, künftig auf Vorsätze - welcher Art auch immer - zu verzichten, um uns dann wenigstens die absehbare Frustration zu ersparen? Aber was ist schon dabei? Kommt es nicht vielmehr darauf an, etwas Neues zu beginnen, einfach anzufangen, immer wieder - trotz Erfahrungen des Scheiterns? In der Fähigkeit zum Neuanfang zeigt sich unsere Freiheit. Wir stellen uns vor, wie wir gern wären, welche ungelebten Möglichkeiten in und vor uns liegen. In diesem Spiel der Möglichkeiten ahnen wir, wer wir sein könnten, entsteht Utopisches.

In guten Vorsätzen bleiben wir nicht beim Unverbindlichen stehen, sondern treffen konkrete Entscheidungen, ergreifen bewusst unsere eigene Existenz. Und zu alledem kann uns Ernst Bloch aufmuntern:

„Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern. Hoffen, über dem Fürchten gelegen, ist weder passiv wie dieses, noch gar in ein Nichts gesperrt. Der Affekt des Hoffens geht aus sich heraus, macht die Menschen weit, statt sie zu verengen, […].

In diesem Sinne: Ein Hoch auf die guten Vorsätze!

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